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05.03.2026 Virologie

Weiterhin Nationales Referenzzentrum für Papillom- und Polyomaviren

Evaluation erfolgreich durchlaufen

(v.l.) Prof. Dr. Ulrike Wieland und Dr. Steffi Silling, Fotos: Cornelius Evers / Michael Wodak

Das Institut für Virologie der Uniklinik Köln hat die seit 2009 alle drei Jahre stattfindende Evaluation als Nationales Referenzzentrum (NRZ) für Papillom- und Polyomaviren erneut erfolgreich durchlaufen. Die Begutachtung erfolgte Ende 2025 durch das Robert Koch-Institut und weitere externe Expertinnen und Experten, die dem Bundesministerium für Gesundheit empfohlen haben, Prof. Dr. Ulrike Wieland für die aktuelle Berufungsperiode (Januar 2026 bis Dezember 2028) als Leiterin des NRZ zu berufen. Dr. Steffi Silling, die weiterhin als stellvertretende Leiterin des NRZ fungiert, sagt: „Wir sind sehr froh, dass das NRZ weiterhin gefördert wird und dass wir unsere diagnostischen und wissenschaftlichen Arbeiten zu HPV und Polyomaviren fortführen können.“

Die Gutachtachterinnen und Gutachter stellten unter anderem heraus, dass das NRZ eine Schlüsselrolle bei der Dissemination wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Humanen Papillom (HPV)- und Polyomaviren und bei der Implementation verbesserter diagnostischer Methoden spielt. Der Ausbau einer Vielzahl an Kooperationen führte zu zahlreichen Studien und Veröffentlichungen.

Darüber hinaus war das NRZ an der Erstellung von fünf AWMF-Leitlinien beteiligt, beispielsweise zum Screening auf HPV-bedingte anale Dysplasien bei Menschen mit HIV. Das NRZ unterstützt im Rahmen der Qualitätssicherung zudem nationale und internationale Ringversuche und führt eine Stammsammlung mit Referenzstämmen, die kontinuierlich erweitert wird. Für HPV und Polyomaviren bietet das NRZ zahlreiche über die Routine-Diagnostik hinausgehende Spezialuntersuchungen an und berät Labore und anfragende Ärztinnen und Ärzte bei komplexen Fällen. Es führt auch Studien zur Epidemiologie von HPV- und Polyomavirus-Infektionen durch.