Dr. Lutz Gieselmann vom Institut für Virologie der Uniklinik Köln erhält den renommierten Postdoktorandenpreis der Robert-Koch-Stiftung im Bereich Immunologie. Der mit 5.000 Euro dotierte und auf Vorschlag der Deutschen Gesellschaft für Immunologie verliehene Preis würdigt seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der antiviralen Immunität und Antikörperforschung.
Dr. Gieselmann forscht im Labor für Experimentelle Immunologie unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Florian Klein. Im Zentrum seiner Forschung steht die Frage, wie humorale Immunantworten gegen virale Infektionen für neue präventive und therapeutische Ansätze nutzbar gemacht werden können. Hierzu entwickelte er effiziente Methoden zur Isolation und funktionellen Untersuchung humaner monoklonaler Antikörper. Durch Anwendung dieser Methoden konnte er unter anderem neue breitneutralisierende Antikörper gegen HIV-1 identifizieren. Diese Antikörper zeigen vielversprechende präklinische Eigenschaften und wurden bereits für die weitere klinische Entwicklung lizensiert.
Mit den Postdoktorandenpreisen zeichnet die Robert-Koch-Stiftung jährlich herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in den Bereichen Hygiene und Mikrobiologie, Immunologie sowie Virologie aus. Die Vergabe erfolgt in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachgesellschaften. Gewürdigt werden Forschungsleistungen, die zu einem besseren Verständnis von Infektionskrankheiten beitragen und neue Perspektiven für deren Prävention und Therapie eröffnen. Die zugrunde liegenden Forschungsarbeiten wurden unter anderem durch ein Clinical Leave und MD/PhD-Stipendium des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) gefördert.
