19.01.2021
Coronavirus

COVID-19-Impfstart an der Uniklinik Köln

Mehr als 250 Beschäftigte am ersten Tag geimpft

Intensivpfleger Gregor Schulz wird von Betriebsarzt Axel Pudrycki geimpft, Foto: Michael Wodak
Intensivpfleger Gregor Schulz wird von Betriebsarzt Axel Pudrycki geimpft, Foto: Michael Wodak

Die Impfung des Personals der COVID-Hochrisikobereiche der Uniklinik konnte am Montagmorgen pünktlich um 8:30 Uhr im Bettenhaus starten und im Laufe des ersten Tages konnten mehr als 250 Beschäftigte geimpft werden. Es wird gemäß den bundesweit geltenden Empfehlungen der STIKO zuerst das therapeutische und pflegerische Personal der Hochrisikobereiche geimpft, in denen regelhaft COVID-19-Patienten behandelt werden. Einer der ersten geimpften Mitarbeiter der Uniklinik Köln war Intensivpfleger Gregor Schulz, der auf der Intensivstation 1D arbeitet.

„Durch meine Arbeit im intensivmedizinischen Bereich ist mir nur allzu bewusst, welche dramatischen Verläufe COVID-19 Infektionen mit sich ziehen können. Es stellte sich mir daher nicht die Frage, ob ich mich impfen lasse, sondern nur wann dies möglich ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, gestern die erste Impfung erhalten zu haben. Für mich ist wissenschaftliches, evidenzbasiertes Arbeiten Standard. Deswegen vertraue ich auch den aktuellen Daten zu den verteilten Impfstoffen. Zumal die Entwicklung von mRNA Impfstoffen schon deutlich länger erforscht ist. Natürlich mache auch ich mir Gedanken, aber in einem normalen Rahmen. Neben dem Schutz vor einem schweren Verlauf, erhoffe ich mir, einen wissenschaftlichen Nachweis, dass der Impfstoff auch die Verbreitung und Ansteckung minimieren kann. Damit die aktuelle Situation irgendwann vorbei ist,“ sagt Gregor Schulz, Fachpfleger für Anästhesie- und Intensivpflege an der Uniklinik Köln.

„Alte und schwer erkrankte Menschen sind einem besonders hohen Risiko einer lebensbedrohlichen SARS-CoV-2 Infektion ausgesetzt. Viele unserer jährlich 60.000 stationären und 300.000 ambulanten Patienten zählen zu der hoch gefährdeten Gruppe und bedürfen des besonderen Schutzes. Dieser ist am besten u.a. durch die möglichst umfassende Impfung des Personals zu gewährleisten. Wir freuen uns deshalb, dass vergangenes Wochenende das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen die ersten Impfdosen des m-RNA-Impfstoffs der Firma Moderna an die Uniklinik Köln geliefert hat. Nach einem aktuellen Erlass des Ministeriums für Arbeit-, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen werden der Uniklinik Köln regelmäßige Lieferungen des m-RNA-Impfstoffs der Firma Moderna zur Verfügung gestellt“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln.

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